Christoph-Andreas Marx Christoph-Andreas Marx

Das Leben ist ein rätselhafter Hauch

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Leseprobe

Etwa eine Meile vor dem Hafen drosselt das kleine Fährschiff den Motor. Die See ist ruhig, keine Wolke am Himmel. Ich erkenne eine große Zitadelle und rechts davon St. Martin. Der Motor läuft langsam und gleichmäßig. Dann sehe ich, dass der Hafen von St. Martin ringförmig angelegt ist. Nach der Passage der Einfahrt gelangen wir über die rechte Ringseite zu den Anlegern. Links liegen die einheimischen Fischerboote. Ein Signal wechselt von rot nach grün. Die Durchfahrt ist freigegeben. Das Fährschiff nähert sich der Promenade von St. Martin. Der kleine Ort wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein Atlantikhafen. Die Architektur der Häuser, die Farben weiß und blau – all das erinnert an die Inseln der Ägäis.

Nachdem das Boot angelegt hat, beschließe ich, einen Blick in den Ort zu werfen und mir eine Unterkunft zu suchen. Als ich über die Promenade die ersten Gassen erreiche, spüre ich, dass die Sonne stärker wird.

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Rezensionen

Mindener Tageblatt, 08. Januar 2004

Christoph Andreas Marx verschmilzt in seinem Roman unterschiedliche Stilformen, Briefe, E-Mails, Traumsequenzen, Dialoge, Gedichte, eine Kurzgeschichte, die Aufzählung von Grabinschriften ... Neben der gedanklichen Reise durch die Geschichte und Jahrhunderte der Philosophie, durch Musik und Literatur gibt es Abstecher in die bekannte nähere Umgebung, die Altstadt Mindens, das Bückeburger Schloss, Bielefeld, die Herrenhäuser Gärten, die Expo in Hannover und schließlich die Fahrt an den Atlantik, die die Lösung bringt.

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Trend Journal, 4/2004

Eine einfache Geschichte, aber trotzdem will man wissen, wie es ausgeht. Der Anhang macht neugierig, der Mittelteil weiser und das Ende zufrieden. Der Autor Christoph Andreas Marx unterrichtet Philosophie, Deutsch, Geschichte und Religion in Petershagen. Sein Thomas Arcus übrigens auch. Dieses ist sein erster Roman und er schafft es, die Spannung zu halten. Ein ruhiges, sinnliches, schönes Buch.

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BoD AKTUELL 13, Januar/Februar 2004

Seine Leichtigkeit verdankt der Roman einer Vielfalt literarischer Formen und einem sehr einfachen Handlungsfaden. Die rätselhafte E-Mail, die den Protagonisten Thomas Arcus zu detektivischer Betriebsamkeit anregt, schafft ein Spannungsmoment, das bis zum Ende trägt. Die Ermittlungsmethoden sind allerdings meistens intellektueller Natur. Der Absender – das immerhin ist bald geklärt – bedient sich des bürgerlichen Namens von Voltaire und legt damit geistesgeschichtliche Spuren aus.

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