Christoph-Andreas Marx Christoph-Andreas Marx

Interviews

www.lovelybooks.de

“Das Pergament des Teufels�? –
ein Interview mit dem Autor Christoph Andreas Marx

Christoph Andreas Marx, erst einmal ganz herzlichen Dank, dass Sie Sich für dieses Interview bereit erklärt haben. Als erstes natürlich die mit Sicherheit meistgestellte Frage: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Das ist ein langer Weg. Als Jugendlicher habe ich Gedichte geschrieben, weil es mich faszinierte, mit Sprache zu spielen. Während des Studium verlor sich das leider. Wissenschaftliche Arbeiten standen nun im Vordergrund. Nach der Promotion habe ich viele Jahre als Autor und Herausgeber für einen renommierten Schulbuchverlag gearbeitet. Irgendwann erwachte dann doch wieder die Liebe zur Literatur. Erst waren es kleine Dinge, Gedichte, Kurzgeschichten, in denen ich mich eher experimentell versuchte. Mit „Das Leben ist ein rätselhafter Hauch“ entstand dann ein Roman, der im Kontext einer Liebesgeschichte sehr viel Philosophisches zum Schwingen bringt. Mit dem historischen Roman „Das Vermächtnis des Templers“ fand ich zu meinem heutigen Verlag, in dem jüngst auch „Das Pergament des Teufels“ erschien, ein Roman über den historischen Faust und die spannende Welt der schwarzen und weißen Magie.

Gesamtes Interview lesen

www.histo-couch.de

Die Histo-Couch im Interview mit Christoph Andreas Marx über Magie und Mystik, Faust und das Gefühl, ein 500 Jahre altes Buch in Händen zu halten

Histo-Couch: Herr Marx, „Das Pergament des Teufels“ ist ihr zweiter Roman, der im Mittel¬alter spielt und in dem wieder Glauben und Mystik eine große Rolle spielen. Was fasziniert sie so an dieser Kombination?

Christoph Andreas Marx: Im „Pergament“ liegt der Schwerpunkt eigentlich mehr auf Magie. Glaube und Mystik standen vor allem in „Das Vermächtnis des Templers“ im Vordergrund. Mystik ist etwas, das mich seit vielen Jahren bewegt. Ich bin Mitglied einer Kontemplationsgruppe, die sich regelmäßig im Dom zu Minden trifft und gemeinsam meditiert. Romanische und gotische Bauten haben mich schon immer in ihren Bann gezogen. Sie zeugen von etwas, das uns fast verloren gegangen ist. Mystik ist ein Weg aus der Unruhe unseres Alltags. Sie ist eine Chance, zu uns selbst zu kommen und uns den großen Rätseln unserer Existenz zu stellen. Im „Pergament“ gibt es zwei Figuren, Alanus und Severin, die aus dieser Grundhaltung ihre Stärke beziehen. Aber da ist auch die Tradition der Magie und des alten Hexenwissens. Es gibt Dinge, die über das hinausgehen, was wir verstehen und erklären können. Auch diese Einsicht verdrängen wir heute sehr. Im Roman ist es vor allem die Figur der Johanna, die zutiefst in dieser Weltsicht lebt und die wunderbaren, faszinierenden Seiten des Magischen erspüren lässt. Aber es gibt auch jene, die Magie ausüben, um Macht zu erlangen, um die Welt zu beherrschen, die faustischen Gestalten. Und all diese vielfältigen, zum Teil widersprüchlichen Dinge waren im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit möglich.

Gesamtes Interview lesen